Wärmebehandlung

Kompetenz, Präzision und modernste Technik – für optimale Wärmebehandlungen

GGT Glühtechnik Service GmbH – Ihr Partner für Wärmebehandlung

Unsere erfahrenen Spezialisten führen sämtliche Vorwärm- und Glüharbeiten mit höchster Präzision und Zuverlässigkeit durch. Dabei setzen wir auf innovative Verfahren und halten konsequent höchste Qualitätsstandards ein. Deshalb sind wir der ideale Partner für vielfältige Anwendungsbereiche in unterschiedlichsten Branchen:

Werftindustrie (Schiffe) & Offshore-Technologie (Bohrinseln)

Schiffsmotoren, Propeller und Offshore-Technik (Plattformfundamente, Bohrgestänge und Verbindungselemente).

Petrochemie

Chemische Anlagen wie Reaktoren, Wärmetauscher und Sauerwasser- und Sauergasleitungen.

Energiewirtschaft (Kraftwerke)

Wir behandeln, Turbinenläufer, Turbinengehäuse, HD-, MD-, ND-Rohre und weitere energieerzeugende Systeme, um ihre Lebensdauer zu maximieren und die Effizienz zu steigern.

Rohrleitungsbau (Rohrknoten und Behälter)

Unsere Verfahren eliminieren Spannungen in Rohrleitungen und Verbindungsstellen und erhöhen so die Materialbeständigkeit.

Stahl- und Anlagenbau (Zahnräder)

Wir bieten maßgeschneiderte Wärmebehandlungsprozesse zur optimalen Anpassung an die spezifischen Anforderungen industrieller Großprojekte.

Unsere Verfahren im Überblick

Um den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht zu werden, bieten wir eine Vielzahl an Wärmebehandlungsverfahren an, darunter:

Vergüten: Härten, Anlassen:

Das Härten, Anlassen und Vergüten sind Wärmebehandlungsverfahren, die die mechanischen Eigenschaften von Stahl gezielt verbessern. Beim Härten wird der Stahl auf hohe Temperaturen erhitzt und anschließend schnell abgekühlt, wodurch er extrem hart, aber auch spröde wird. Um die Sprödigkeit zu reduzieren, folgt das Anlassen, bei dem der gehärtete Stahl auf eine niedrigere Temperatur erwärmt und langsam abgekühlt wird, um die Zähigkeit zu erhöhen. Das Vergüten kombiniert Härten und Anlassen, um ein optimales Verhältnis von Festigkeit und Zähigkeit zu erreichen.

Glühen

Vorwärmen
Beim Schweißen entstehen in den Werkstoffen hohe Spannungen, die bei zu schneller Abkühlung zu Aufhärtungen und Rissbildungen führen können. Durch gezieltes Vorwärmen wird die Abkühlgeschwindigkeit deutlich reduziert. So bleibt dem Werkstoff ausreichend Zeit, um Spannungen abzubauen und den Kohlenstoff gleichmäßig im Gefüge zu verteilen. Das Ergebnis: ein homogeneres Materialgefüge und eine deutlich verbesserte Schweißnahtqualität.

Beim Schweißen können sich geringe Mengen Wasserstoff im Werkstoff einlagern – insbesondere im Bereich der Schweißnaht. Diese Wasserstoffansammlungen erhöhen das Risiko von Kalt- oder Rissbildungen deutlich.

Beim Wasserstoffarmglühen, auch Effusionsglühen oder „Soaken“ genannt, wird der Nahtbereich unmittelbar nach dem Schweißen auf eine Temperatur von etwa 100 bis 150°C über der Vorwärmtemperatur aufgeheizt. Diese Temperatur wird über einen Zeitraum von mindestens 3 bis 6 Stunden konstant gehalten.

Ziel dieses Verfahrens ist es, den eingeschlossenen Wasserstoff aus dem Material zu treiben und so das Risiko wasserstoffinduzierter Risse deutlich zu reduzieren.

Das Ergebnis: eine stabile, spannungsfreie Schweißverbindung mit dauerhaft hoher Werkstoffqualität.

Beim Einsatz von Bauteilen in sauergashaltigen Medien – insbesondere bei Kontakt mit Schwefelwasserstoff (H₂S) – gelten höchste Anforderungen an die Werkstoffqualität. Schon geringe Mengen eingelagerter Schwefel können die Beständigkeit des Materials beeinträchtigen und zu Versprödung oder Rissbildung führen. Durch gezieltes Glühen, auch in diesem Kontext als „Soaken“ bezeichnet, wird der Schweißnahtbereich auf eine Temperatur von 100 bis 150 °C über der Vorwärmtemperatur aufgeheizt und für mindestens 2 Stunden gehalten. Diese kontrollierte Wärmezufuhr ermöglicht es, in den Poren eingeschlossenen Schwefel aus dem Gefüge auszutreiben und so das Material optimal auf den späteren Sauergasbetrieb vorzubereiten. Das Ergebnis: höchste Sicherheit und Widerstandsfähigkeit auch unter anspruchsvollsten Einsatzbedingungen.

Beim Schweißen, Umformen oder Bearbeiten entstehen im Werkstoff innere Spannungen, die die Maßhaltigkeit und das Langzeitverhalten des Bauteils beeinträchtigen können.

Durch kontrolliertes Spannungsarmglühen werden diese Schrumpf- und Schweißeigenspannungen gezielt reduziert – ohne die mechanischen oder chemischen Eigenschaften des Materials wesentlich zu verändern.

Bei vergüteten Stählen wird dabei eine Temperatur gewählt, die höchstens 30°C unterhalb der Anlasstemperatur liegt, um die Gefügeeigenschaften zuverlässig zu erhalten.

Das Ergebnis: spannungsfreie Werkstücke mit hoher Maßgenauigkeit und verbesserter struktureller Stabilität – ideal für nachfolgende Bearbeitungsschritte oder den Einsatz unter Belastung.

Das Anlassglühen ist ein bewährtes Glühverfahren zur gezielten Nachbehandlung von schweißtechnisch bearbeiteten Werkstoffen. Ziel ist es, die beim Schweißen entstandenen Eigenspannungen im Bauteil abzubauen und gleichzeitig die Härte in der Wärmeeinflusszone (WEZ) durch kontrollierte Gefügeumwandlungen zu reduzieren.

Das Ergebnis: ein spannungsfreier, zäher und gleichmäßig strukturierter Werkstoff – optimal vorbereitet für den weiteren Einsatz oder die Nachbearbeitung.

Wir stehen Ihnen natürlich bei anderen Glühverfahren zur Verfügung wie zum Beispiel

Spezialisierte Anwendungen

Unsere Sonderverfahren, einschließlich Austrocknungs- und Glüharbeiten mit hochleistungsfähigen HV-Gasbrennern, sind auf besonders anspruchsvolle Einsatzgebiete abgestimmt.

Wärmebehandlungsanlagen und Montageüberwachung

Zusätzlich entwickeln und fertigen wir auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Wärmebehandlungsanlagen und sorgen für eine gründliche Montageüberwachung.

Unser Team begleitet Sie während des gesamten Prozesses
von der Planung bis zur erfolgreichen Implementierung.

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